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Epilog

Diese zwei Wochen in Ägypten offenbarten uns ein Land, das so viel Faszination auf uns auswirkte, wie noch kein Ziel zuvor.

Bis heute bin ich eigentlich noch nicht ganz zu Hause angekommen und wir wissen, dass wir nicht das letzte Mal dort waren. Es gibt noch so vieles, das wir nicht gesehen haben! Das Land und die Menschen strahlen auf ihre ganz spezielle Art einen Charme aus, den man nicht in Worte zu fassen vermag. Und natürlich zieht einen die altägyptische Vergangenheit mit ihren Hieroglyphen, Legenden, Göttern, Tempeln und Pharaonen unweigerlich in den Bann. Der Moment, wenn man das erste mal vor der Großen Pyramide von Gizeh steht, wenn man den Säulensaal des Tempels von Karnak betritt, wenn die Augen an der Fassade des Felsentempels von Abu-Simbel entlangwandern, gibt einem ein Gänsehaut erzeugendes Gefühl von Erfurcht vor einem Volk, das mit so begrenzten Mitteln großartigeres schaffen konnte als alle anderen Völker zu jener Zeit, vor einem Volk, dessen Geheimnisse auch heute noch zu großen Teilen verborgen sind.

Diese Reise zu tun mag eine spontane Entscheidung gewesen sein – und dennoch war sie eine Entscheidung, die ich in meinem Kopf längst getroffen hatte, spätestens an jenem Tag, als ich zum ersten Mal irgendwo ein Foto von den Pyramiden gesehen hatte. Und nun bin ich schon zwei Monate wieder zu Hause, aber vor meinem geistigen Auge sehe ich noch immer die Bilder, als wäre ich nie von dort fort gegangen.

Wir hatten uns diese nicht ganze billige Reise nach einem sehr schweren, von Krankheit geprägtem Jahr gegönnt. Auch wenn ich es nicht für möglich gehalten hätte, haben diese 14 Tage in diesem Land, das sich von zu Hause so ganz und gar unterscheidet, in mir etwas verändert.

Mag sein, dass meine Worte recht pathetisch wirken. Aber manche Dinge lassen sich nur schwer in Worte fassen…