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Reisetag 11

Wegen der aktuellen Gefahrensituation war der Konvoi, der uns von Luxor zurück nach Hurghada bringen sollte, vorverlegt worden. Das Frühstück fand also sehr früh statt und fiel ziemlich kurz aus.

Bisher waren die Konvois immer so, dass die Busfahrer die Straße als Rennstrecke betrachteten und ständig damit beschäftigt waren, sich gegenseitig in halsbrecherischen Manövern zu überholen. Doch diesmal fuhren in etwa 200 Busse brav hintereinander, ständig begleitet von Polizei und Militär. Ein Polizist mit dem MG im Anschlag fuhr auch in unserem Bus mit. Er spielte ständig nervös an seiner Waffe herum, so dass man sich irgendwann Sorgen machte, dass er sich nicht versehentlich selbst erschiesst.

Zur Auflockerung der Allgemeinsituation spielten die beiden Mädchen, die schräg vor uns saßen, Stadt-Land-Fluss. Wir amüsierten uns köstlich über Berufsbezeichnungen wie Bibi-Blocksberg-Kassetten-Regisseur. So brachten wir die vier Stunden Fahrt hinter uns und kamen gegen Mittag schliesslich wieder in Hurghada an.

Es blieb uns jetzt also noch ein gemütlicher fauler Nachmittag, an dem wir uns seelisch und moralisch auf das vorbereiten konnten, was uns die nächsten beiden Tage in Kairo erwartete…