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Die Hochebene von Gizeh

Die Pyramiden von Gizeh in Ägypten gehören zu den bekanntesten und ältesten Bauwerken der Menschheit. Sie befinden sich am westlichen Rand des Niltals, etwa acht Kilometer südwestlich der Stadt Gizeh (Gîza). Sie sind rund 15 km vom Kairoer Stadtzentrum entfernt und liegen direkt an der Pyramidenstraße (Scharia el-Ahram). Sie sind das einzige erhaltene der sieben Weltwunder der Antike.

Die verbreitete Theorie zur Funktion der Pyramiden besagt, dass diese als Grabstätten dreier Pharaonen gedacht waren. Die Pyramiden bilden das Zentrum einer riesigen Nekropole (Totenstadt) des Alten Reiches. Daneben ist auch die Theorie verbreitet, dass die Pyramiden vor allem einer rituellen Funktion dienten.

Entgegen früherer Annahmen ist man heutzutage der Ansicht, dass keineswegs eine Armee von Sklaven diese Bauwerke errichtet hat. Vielmehr sollen sie von Bauern aus dem ganzen Land, die in der unfruchtbaren Jahreszeit des Ackerbaus zu dieser Arbeit herangezogen wurden, erbaut worden sein.

Laut einer sehr umstrittenen Hypothese von Robert Bauval und Adrian Gilbert ist die Anordnung der drei Pyramiden an den Oriongürtel angelehnt. Demzufolge wären die Pyramiden viel älter als bisher angenommen und um das Jahr 10.500 v. Chr. errichtet worden. Zu dieser Zeit stimmte die sich mit der Zeit veränderte Konstellation der drei Sterne des Oriongürtels mit der Positionierung der drei Pyramiden von Gizeh exakt überein. Angeblich wird diese Theorie von Daten der Sphinx unterstützt, welche angeblich um dieselbe Zeit wie die Pyramiden von Gizeh erbaut sein soll. Nach Ansicht dieser Forscher schaut die große Sphinx um 10500 v. Chr. zum Zeitpunkt der Tag-und-Nacht-Gleiche exakt in das Sternbild des Löwen. Damit fände sich auch eine Erklärung, warum der Sphinx einen Löwenkörper hat.