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Chnum

Chnum (auch Chnubis, Chnumis, engl. Khnum) ist in der ägyptischen Mythologie der Gott der Nilquellen, die in vordynastischer Zeit am 1. Katarakt bei Assuan vermutet wurden, und gilt als der Schöpfer von Menschen und Göttern.

Chnum, der in der Frühzeit als Widder, später als in menschlicher Gestalt mit Widderkopf dargestellt wurde, trägt den Beinamen "Bildner, der belebt". Er galt als Gott, der Götter und Menschen auf seiner Töpferscheibe erschuf. Gleichzeitig erschuf er auch das Ka des werdenden Kindes, den Teil der menschlichen Seele der nach dem Tod weiterlebt.

Chnum galt zusammen mit anderen widderköpfigen Göttern als Herr der Abendsonne. Chnum galt in seiner Universalität als Ba (geistige Kraft) des Re (Himmel), des Schu (Luftraum), des Geb (Erde) und des Osiris (Unterwelt).

Chnum bildete mit seinen Gefährtinnen Satis und Anqet die Triade von Elephantine. In Esna bildete Chnum mit Menhit und ihrem Sohn Heka die göttliche Dreiheit. Daneben wurde noch die kultische Dreiheit verehrt, bestehend aus Chnum und seinen Gemahlinnen Menhit und Nebetu. In der Stadt Herur galt Heket als seine Gefährtin und weibliches Pendant.

Chnum aus Meyers Konversionlexikon 1888 (in neuem Fenster)
Chnum aus Meyers Konversionlexikon 1888
Chnum Goldstatuette, 25. Dyn - Museum of Fine Arts Boston (in neuem Fenster)
Chnum Goldstatuette, 25. Dyn - Museum of Fine Arts Boston